Homeschooling: Schulaufgaben mal anders

Weil wir am MGI zurzeit leider (noch) nicht zusammen in der Schule lernen können, arbeiten unsere Schüler und Schülerinnen von zu Hause aus und es entstehen tolle Lernprodukte, die wir hier zeigen wollen. Wir freuen uns über die kreativen Ideen und erkennen, mit wie viel Freude und Ausdauer daran gearbeitet wurde. Seht selbst!

 

gemalt von Marie Alberts, Klasse 6b


My Bottle Car

You need a plastic bottle, material for the axles and a bottle cap for the tires. For the axes you can use: straws, sticks, toothpicks, etc. You can paint or decorate your car to make it more colourful.


Natur und ich, Klasse 6b

Die Klasse 6b hat sich in der Coronazeit mit dem Thema Natur und Gedichte beschäftigt. Bevor es richtig mit den Gedichten losgeht, sollten die Schüler Geschichten rund um die Natur verfassen. Dabei haben sie viel Kreativität bewiesen und sich mit allen Sinnen auf die Natur eingelassen. Hier sind drei sehr gelungene Beispiele. Viel Spaß beim Lesen!

Interview mit der Natur

 

Ich: Hallo Natur!

 

Natur: Hi Hannah, ich freue mich, dass du mich heute interviewst.

 

Ich: Ich freue mich auch, ich werde dir heute ein paar Fragen stellen und du wirst einfach antworten oder kleine Erfahrungen oder Erlebnisse erzählen, okay?

 

Natur: Klar, ich bin bereit.

 

Ich: Also fangen wir erstmal mit einer leichten Frage an. Was bedeutet für dich „NATUR“?

 

Natur: Natur heißt für mich Freiheit und Weite. Die Natur ist so unendlich, doch leider machen die Menschen einfach, ohne groß nachzudenken, einen großen Teil von ihr kaputt und erfinden Ausreden.  Meine Meinung dazu ist, dass die Menschen die Natur brauchen, weil sie sonst wohl irgendwann aussterben werden, da kein Wind mehr existiert und es keine gute Luft mehr gibt.  

 

Ich: Ja, das stimmt, viele Menschen sind zu ignorant, um auf die schönen Dinge in der Natur zu achten. Meine nächste Frage: „Was ist deine Lieblingspflanze?“

 

Natur: Oh, da gibt es so viele, eigentlich sogar alle. Aber meine absolute Lieblingspflanzen sind die Wildblumen, die sind so bunt und schön. Doch leider werden auch die von den Menschen einfach so mitgenommen, ohne daran zu denken, das manche Blumen sogar unter Naturschutz stehen.

 

Ich: Das stimmt, dass ist echt schade. Meine letzte Frage lautet, was du gerne an den Menschen ändern würdest oder die Menschen ändern sollten für die Natur?

 

Natur: Oh, eine interessante Frage. Erstmal würde ich wollen, dass die Menschen sich generell ändern respektvoller mit der Natur umgehen. Sie müssen erkennen, was passieren wird, wenn sie die Natur weiterhin so zerstören. Sie müssen die Natur schätzen und lieben lernen. Es sind ja nicht nur die Wälder und Bäume, sondern auch die Luft und die Meere. Durch die vielen Abgase von Autos oder Flugzeugen wird die Luft verschmutzt. Der ganze Müll, der durch die Menschen produziert wird, wird achtlos auf den Boden geworfen und landet irgendwann im Meer. Dadurch wird die wunderschöne Natur zerstört.

 

Ich: Das hast du aber sehr schön gesagt. Das war dann auch schon meine letzte Frage an dich.

 

Natur: Das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich würde mich freuen, wenn wir das wiederholen könnten. Was mich natürlich auch sehr glücklich machen würde wäre, wenn die Menschen durch dieses Interview mal merken würden, was sie der Natur antun.

 

Ich: Oh ja, das wäre schön. Bis bald!

 

Natur: Tschüss Hannah!

 

(Hannah Voss, Klasse 6b)

 

 

 

Was war das denn?

 

Es war einmal ein Mädchen-Hockeyteam. Ihr Hockeyplatz lag mitten im Wald auf einer großen Lichtung. Der Platz war von vielen grünen Bäumen umringt, die Schatten beim Spiel spendeten. Auf der einen Seite standen Baumstümpfe als Tribüne für die Zuschauer. Am Rand der Tribüne war eine selbst gebaute Lagerhütte aus Holz für Spielmaterial. An einer anderen Seite plätscherte ein kleiner Fluss mit einer Quelle zum Erfrischen für die Pausen. Das Feld war durch den Wald immer schön schattig und es wehte eine leichte Brise.    

 

Eines Tages übernachtete nach einem Spiel das Hockeyteam gemeinsam in Zelten auf ihrem Hockeyplatz. Eigentlich war es ganz normaler Abend. Sie gingen ins Bett, plauderten noch ein bisschen und schliefen ein. Doch dann…  Mitten in der Nacht wachten drei der Mädchen durch gruselige Geräusche auf.  Ein Mädchen namens Anna fragte die anderen: ,,Was war das?“ Emily, ein weiteres Mädchen sagte: „Keine Ahnung. Hast du eine Idee Luna?“ Luna, das dritte Mädchen, antwortete: ,,Nein, ich habe keine Ahnung. Lass uns mit den Taschenlampen nachschauen.“ Anna und Emily stimmten zu und gingen los. Der Wind pfiff um ihre Ohren, es war kalt, sie hörten das Plätschern des Flusses und rochen den Geruch von frischem Gras. Alles schien normal. Als sie am Waldrand angekommen waren, leuchteten sie mit den Taschenlampen tiefer in den Wald hinein. Aber sie sahen nichts. Doch plötzlich hörten sie wieder dieses Geräusch. Gruselig! Sie schauten sich an und gingen entschlossen weiter in den Wald. Das Rascheln der Blätter und die knackenden Äste unter ihren Füßen begleitete sie. Im Licht der Taschenlampen warfen die großen Bäume Schatten. Dem Geräusch kamen sie immer näher und auf einmal schaute Emily nach oben und sah, wer das Geräusch erzeugt hat. Es war eine Eule mit großen leuchtenden Augen. ,,Schaut mal nach oben. Das Geräusch kam die ganze Zeit von einer Eule.“ Die drei Mädchen lachten erleichtert auf und machten sich auf den Rückweg zu ihrem Hockeyplatz, um sich schlafen zu legen. Am nächsten Morgen erzählten sie alles den anderen Mädchen aus ihrem Team, die mit großen Augen der gruseligen Geschichte zuhörten. 

 

(Lea Preußner, Klasse 6b)

 

 

 

DAS GEHEIMNISS UM LUNAS HERKUNFT                 

 

Luna saß wie fast jeden Samstag gegen einen Baum gelehnt im Schatten einer Eiche. Sie sog die frische Waldluft ein. Sie roch nach Regen, denn soeben hatte es leicht genieselt. Noch einmal sog sie die schöne, frische Luft ein und betrachtete ihre Umgebung genauer: Sie saß auf einer Lichtung, die umgeben von Eichen, Buchen und Tannen war. Blumen in allen Farben schmückten die Lichtung.

 

An diesem Ort konnte Luna einfach mal loslassen und alles vergessen, was sie im Moment plagte….die Schule, Streit und als wenn das nicht schon genug wäre, musste sie in letzter Zeit auch noch auf ihren Bruder aufpassen (die Familie von Luna bestand aus ihr, ihrem Bruder und ihrer Mutter. Ihr Vater war beim Wandern in Island ums Leben gekommen). Die Rinde der Eiche, an der Luna lehnte, war weich, unnormal weich für eine Rinde. Dies bemerkte Luna langsam auch und wollte gerade nachschauen, als ein Knarren zu hören war. Erschrocken drehte sich Luna um. In der Ferne entdeckte sie ein Eichhörnchen. „Das muss es gewesen sein“, dachte sie.

 

Ein wenig außer Atem von dem Schock lehnte sie sich wieder an den weichen Baum und wie sie jetzt festgestellte, hatte er an diesem Teil der Rinde viel Moos und war deshalb so weich. Gerade als sich die Atmung von Luna beruhigt hatte, nahm sie noch ein Geräusch war: Jemand kam. Aber dieses Mal schnellte sie nicht hoch, sondern blieb sitzen, denn irgendetwas an dieser Person erschien ihr vertraut. Die Schritte wurden lauter und plötzlich kam eine Person zum Vorschein: Ein Junge, ungefähr in ihrem Alter. Im ersten Moment erschien er ihr ganz normal, doch beim genaueren Hingucken fiel Luna seine komische Kleidung auf, die doch sehr dünn für den Frühling war. Der Junge ließ sich von ihrem verdutzten Blick nicht irritieren und stellte sich vor: „Ich bin Merkur und du musst Luna sein.“ Ein Lächeln trat auf sein Gesicht. Luna brachte nur ein stummes Nicken hervor. Irgendetwas an seinem Aussehen kam ihr bekannt vor und dann erkannte sie es: Seine Ohren. Aus Reflex griff sie sich an ihr Ohr und so als ob Merkur ihre Gedanken lesen konnte, nickte er und fing an zu erzählen: „Ja, wie du gerade bemerkt hast, sehen unsere Ohren sich sehr ähnlich. So jemanden suchst du schon lange, nicht? Du fragst dich, warum du so komische Ohren hast, wo doch niemand aus deiner Familie sonst diese Ohren hat? So ganz stimmt das nicht.“. Merkur verfiel in ein träumerisches Schweigen.

 

Mittlerweile waren auch Vögel aufgetaucht und sangen aus vollem Leibe. Welch schöne Melodie in Lunas Ohren! Merkur hatte ein Strauch leckerduftender Wildhimbeeren entdeckt und machte sich gerade auf den Weg, diese süßen Beeren zu vernaschen, als Luna das Schweigen brach: „Wer…?“. Doch bevor diese den Satz zu Ende gesprochen hatte, wusste sie es schon: Ihr Vater. Merkur nickte. Erneut fing Luna an zu reden, denn sie hatte so viele Fragen: „Wie machst du das?“ Doch tief im Inneren wusste Luna die Antwort schon. Merkur wusste scheinbar, was gemeint war, also zögerte er nicht und sprach das aus, wovor sich Luna fürchtete und freute zugleich: „ Ich kann Gedanken lesen“. Aber er ließ Luna nicht zu Wort kommen, denn er sprach schon weiter: „ Ja, Luna es ist schwer zu verstehen, aber lass es mich erklären. Wo soll ich nur anfangen? Dein Vater,…er war nicht wie andere Menschen. Dein Vater, er war ein Elf.“ Luna wurde schwindelig, aber sie konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. Es gingen ihr so viele  Gedanken durch den Kopf.

 

Merkur, der mitterlweile eine Hand voll Wildhimbeeren gegessen hatte, und gerade zu den Erdbeeren auf der anderen Seite schlenderte, ließ ihr ihre Zeit zum Nachdenken. Nach einer ganzen Weile fand Luna ihre Stimme wieder: „Warum bist du hier, warum erzählst du mir das?“ Merkur war überrascht, aber er antwortete: „Dumm bist du scheinbar nicht,...ja, ich bin nicht ohne Grund hergekommen, es geht um deinen Vater. Dir wurde sicher erzählt, er wäre bei einem  Ausflug in Island ums Leben gekommen. So ganz gelogen ist das nicht, aber eine entscheidende Sache ist falsch, er ist nicht bei einem Ausflug ums Leben gekommen, nein, er wollte den Feuerelfen ein Friedensangebot machen, aber dabei wurde er gefangen genommen. Ich sollte erwähnen, dass es drei Elfenvölker gibt: Die Wald-, Feuer- und Bergelfen. Dein Vater gehörte zum Stamm der Waldelfen. Aber es gibt eine weitere entscheidende Information: Er lebt.“

 

Erneut drohte Luna ohnmächtig zu werden. Aber sie konnte sich zusammenreißen. Sie hatte so viele Fragen. Merkur, der (wie Luna jetzt wusste) ihre Gedanken gelesen hatte, nickte, setzte sich neben sie ins Gras und fragte: „Also, was möchtest du wissen?“  Luna zögerte und sprach die Frage aus, die ihr auf dem Herzen lag: „Warum…in all den Jahren hat mir nie jemand von alldem erzählt? Es hätte mir mein Leben sehr vereinfacht, hätte ich gewusst, dass mein Vater noch lebt.“ Den letzten Teil sprach sie sehr traurig aus. Sie bemühte sich, ihre Tränen zurückzuhalten. Merkur tat, als ob er dies nicht bemerkte, womit er Luna einen großen Gefallen tat. Also antwortet er (um die Stille die entstanden ist, zu überbrücken) auf ihre Fragen: „ Damals, als du geboren wurdest, bat deine Mutter, dich erst einzuweihen, wenn du 16 Jahre alt bist, wir wollten es dir früher sagen, aber deine Mutter ließ sich nicht umstimmen, sie glaubt nicht daran, dass er lebt. Aber er lebt und DU wirst ihn retten können….“.

 

 Luna stutzte und ging die Worte noch einmal im Kopf durch, um sie richtig zu verstehen, ihr Kopf dröhnte: Du wirst ihn retten können. Sie wird ihn retten können. Nachdem sie sich wieder gefasst hatte, blickte sie Merkur in die Augen, am Anfang unsicher, dann immer sicherer und erst als ihr Blick zielstrebig aussah, sagte sie: „Egal, was es ist, ich werde ihn retten!“ Ein Lächeln huschte über Merkurs Gesicht: „Okay, brechen wir direkt auf, oder soll ich morgen wiederkommen?“ Luna war etwas verdutzt über die schnelle Aufbruchslust, aber sie ließ sich anstecken und nickte: „Ja, wir können direkt los.“ Sie machte sich keine weiteren Gedanken, was auch ein bisschen an Merkurs mentalen Kräften lag, aber das wusste Luna ja nicht.

 

Als sie beide auf den Beinen waren, räusperte sich Merkur: „Nimm meine Hand und egal was passiert: Lass sie nicht los!“ Luna nickte kurz, sie war zu aufgeregt, um zu sprechen. Merkur murmelte noch etwas und vor ihren Füßen kam ein riesiges Tor zum Vorschein. Luna blieb die Sprache weg, es war wie im Traum. Aber bis sie sich mehr Gedanken machen konnte, zog Merkur sie auch schon durch das Tor. Auf der anderen Seite angekommen, konnte Luna sich kaum mehr halten. Ihr wurde erneut schwindelig. Die Luft war so frisch wie in keinem anderen Wald. Es war, als wäre sie neugeboren. Sie sog die Luft tief ein, sie spürte, wie sich ihr Köper mit neuer Energie füllte. Merkur ließ sie machen und wartete geduldig. Als Luna fertig war, schaute sie sich das erste Mal richtig um: Sie stand auf einer Lichtung, die der Lichtung, die sie gerade verlassen hatten, zwar ähnlich sah, aber alles war grüner und frischer. Luna strich mit ihrer Hand durch das weiche Gras, sie beobachtete Schmetterlinge im hinteren Teil der Lichtung. Sie blickte freudig durch die Gegend, als Merkur sie aus ihren Gedanken riss: „Wollen wir dann?“ Verdutzt guckte Luna sich um, nickte dann aber. Sie hatte ganz vergessen, warum sie hier war, so schön war es hier. Doch dann kamen ihr Bedenken: „Was muss ich tun, um meinen Vater zu retten?“ Merkur antwortete: „Es ist eigentlich nicht so schwer, folge einfach deinem Herzen, dein Vater wurde von deiner Oma aus gutem Grund eingesperrt. Sie wollte ihn vor dem Krieg retten, der einst hier herrschte.‘‘ Merkur stockte: „Sie hat ihn zwischen den Welten eingesperrt, denn dort vergeht keine Zeit. Also keine Sorge, ihm ist nichts geschehen.“ Luna, die immer noch skeptisch schaute, hatte auch ihre Stimme wiedergefunden: „Mein Vater lebt, ich soll meinem Herzen folgen und ich muss ihn aus der Zwischenwelt befreien. Wieso könnt ihr das nicht? Ihr seid doch die Elfen? Wie soll ich das anstellen?“ Merkur, der immer noch gelassen an eine Eiche gelehnt stand, beantwortete eine Frage nach der anderen: „Ja, wir sind Elfen, aber nur einer deiner Blutlinie kann den Weg öffnen. Du musst wissen, dein Vater war nicht irgendein Elf. Er ist der König der Elfenwelt, seit seine Mutter gestorben ist.“ Dieser Satz gab Luna einen heftigen Stich ins Herz: Ihre Oma war tot.

 

Merkur hatte kurz das Verlangen, sie in den Arm zu nehmen, ließ es dann doch lieber Bleiben, weil er wusste, dass sie dann ganz sicher weinen würde und das wollte er vermeiden. Also sprach er weiter, um vom Thema abzulenken: „Du fragst dich sicher, warum sie deinen Vater nicht direkt nach dem Krieg wieder aus der Welt geholt hat, richtig? Das liegt daran, dass jede Elfe mit der Fähigkeit, das Tor zur Zwischenwelt zu öffnen, nur einmal in seinem Leben öffnen kann. Die ganze Geschichte erzählt dir dein Vater bestimmt gleich. Also lass uns los gehen…folge deinem Herzen!“ Mit diesem Satz ging Luna wie in Trance auf die Schmetterline zu, sie zogen sie magisch an. Als sie angekommen waren, flog der eine Schmetterling auch schon weiter.

 

Sie gingen an wunderschönen Bäumen vorbei, allesamt grün. Der Boden war so unglaublich weich und Luna war sich sicher: Hier leben keine Menschen. In dieser Welt fahren keine Autos. Sie folgten dem Schmetterling ungefähr eine Viertelstunde. Er brachte sie zu einem magischen Baum, die Rinde hatte ein interessantes Muster und Luna erkannte sofort, wo sie ihre Hand hinlegen musste. Merkur hielt sie aber noch zurück: „Sicher, dass du das machen möchtest? Es wird dich ziemlich schwächen“. Ohne zu überlegen, antwortete Luna: „Ja, klar! Denkst du, ich wäre sonst einem wildfremden Typen durch ein magisches Portal gefolgt? Wäre ich wie eine verrückte eine Viertelstunde einem Schmetterling hinterhergelaufen? Ganz sicher nicht! Also lass mich jetzt dieses Portal öffnen!“

 

 Luna legte ihre Hand behutsam auf die alte Rinde, sie war hart und weich zugleich. Die grünen Blätter des Baumes begannen zu glühen und wenige Minuten später stolperte ihr Vater aus einer Tür, die sich soeben im Baum geöffnet hat. Merkur eilte zur Hilfe und stützte den Mann. Luna konnte es nicht glauben! Ihr tot geglaubter Vater! Fünf Jahre hatte sie mit dem Gedanken gelebt, er sei tot! Als ihr Vater richtig stand, schloss Luna ihn in den Arm. Sie hatte ihn so vermisst. Merkur lächelte und sagte stolz: „Du hast es geschafft! Du hast uns gerettet!“ Luna löste sich aus der Umarmung ihres Vaters und fragte nun doch etwas besorgt: „Darf ich wiederkommen? Hierhin, meine ich?“

 

Nun mischte sich auch Lunas Vater mit in das Gespräch ein: „Ja, klar! Du bist nicht nur meine Rettung, sondern auch meine Tochter und wie mir von den Geistern der Zwischenwelt erzählt wurde, ist meine Mutter tot, somit bist du die Prinzesin der Waldelfen.“ Luna war so glücklich, sie schloss ihn erneut in die Arme.

 

Luna und ihr Vater machten sich auf den Weg zurück in die Menschenwelt. Der Rest der Familie war genauso begeistert, ihn wieder zu sehen. Luna erzählte die ganze Geschichte. Sie kam ab da täglich in die Elfenwelt und nahm sich fest vor, nach ihrem Abschluss (der in 5 Wochen war) auch dort hinzuziehen. Ihr Vater nahm den Platz als König ein, probierte aber trotzdem für seine Familie da zu sein. Luna und Merkur wurden beste Freunde. Luna wurde von Merkur täglich mehr in die Geheimnisse der Elfen eingeweiht und war begeistert. Sie fühlte sich endlich verstanden und richtig zuhause.                                                                                                                                      

 

(Lilly Feser, Klasse 6b)

 

Die Natur und ich – Das besondere Interview

 

Ich: „Hallo Mutter-Natur, ich freue mich, dass Sie zu diesem besonderen Interview erschienen sind. Meine erste Frage lautet: Wie finden Sie es, dass die Menschen die Wälder abholzen?“

 

Mutter-Natur: „Ich finde dieses Vorgehen nicht gut, denn die Bäume und Sträucher reinigen die Luft von den Schadstoffen. Man darf nicht vergessen, dass die Bäume und die Sträucher ebenfalls Lebewesen des Planeten Erde sind. Die Menschen sind für Gleichberechtigung, dann sollten sie auch die Natur gleichberechtig und gleichwertig behandeln.“

 

Ich: „Aus dieser Sicht habe ich es noch nicht betrachtet. Sie haben Recht, denn jedes Lebewesen hat seine Aufgabe zu erfüllen, auch die Tiere. Warum gibt es so viele Tierarten?“

 

Mutter-Natur: „Das Leben entstand im Meer. Doch die Erde war einsam und leblos. Daher habe ich die Entstehung und die Entwicklung der Artenvielfalt am Land sowie im Meer gefördert. Irgendwann kam ich auf die Idee, ausgewählten Tierarten die Möglichkeit des Fliegens zu ermöglichen. So entstanden die Vögel und Insekten. Jede Tierart hat eine eigene Aufgabe erhalten, um das Leben in der Gemeinschaft sinnvoll und harmonisch zu gestalten.“

 

Ich: „Das haben Sie sehr gut gemacht. Die Artenvielfalt ist sehr interessant und wunderschön. Wie kamen Sie darauf uns Menschen zu erschaffen?“

 

Mutter-Natur: „Den Menschen habe ich mehr Intelligenz und Gefühle verliehen. Diese besondere und einzigartige Gabe sollte sie zu etwas Besonderem machen. Die Menschen haben sich immer weiter entwickelt, doch nicht immer zum positiven. Leider zerstören sie die Umwelt und nehmen keine Rücksicht auf andere Lebewesen.“

 

Ich: „Sie haben Recht, denn die ersten Auswirkungen unseres Handelns spüren wir schon in der Veränderung des Weltklimas. Ab sofort sollten wir unser Handeln überdenken und unsere Umwelt schützen. Ich bedanke mich für das offene Interview.“

 

(David Alexander Eisfeld / Klasse 6 b)

 

 

 

Die Natur und ich

 

Wenn man so rausgeht aus dem Hause, umfasst einen die Luft der Natur, die Lunge füllt sich mit der leichten, klaren Luft. Der Wind weht einem ins Gesicht, es raschelt in den hohen, grünen Blättern, die gelbe Sonne scheint warm, sie erhält alles.

 

Die bunten Vögel zwitschern laut, die schwarz-gelben Bienen summen herum. Das Gras ist weich und ganz grün. Die farbenfrohen Blumen riechen süß. Man sieht die großen und ganz kleinen weißen Wolken, die am hellblauen Himmel über einen hinweggleiten.

 

Ameisen laufen, Käfer kriechen auf dem Boden. Schmetterlinge schwirren durch die Lüfte. Wenn man am Fluss steht, so hört man leises Gluckern der Wellen. Die Steine, die am Grunde liegen, sind mit Algen überwachsen, sie sind eigentlich glatt und rund. Der große See liegt still in der Sonne, nur die Fische schwimmen umher. Er ist der schönste Juwel der Natur, so groß und silbern möchte man meinen. Alles ist farbenfroh, ja, man kann sie mögen, die Natur.

 

(Antonio Myschor, Klasse 6b)

 

Der Kirschbaum

 

Schon früh am Morgen hörte ich die Geräusche einer Säge. Was war da wohl los? Als ich in den Garten blickte, sah ich meinen Vater, wie er unseren großen, alten Kirschbaum fällte. Sofort lief ich nach draußen, um nachzuschauen, was dort passierte. „Papa, warum fällst du unseren Baum?“ „Mein Sohn, der Baum war sehr alt und es gab in den letzten Jahren kaum noch Kirschen. Jetzt haben wir viel Holz für den neuen Kamin. Im Winter wird unser Haus dann schön warm“, antwortete mein Vater.

 

Ich war ein bisschen traurig, weil ich an die vielen schönen Stunden dachte, die mein Bruder und ich auf dem Baum gespielt haben. Wir sind auf den Ästen herumgeklettert und im Frühling summte es in den Blättern von Bienen.

 

An warmen Tagen sitze ich nun im Garten und höre dem Vogelgezwitscher zu und bestaune das neu angelegte Gemüsebeet. Dort wachsen viele Kräuter, die einen schönen Duft verströmen und ich freue mich.

 

(Dennis Piszczan, Klasse 6b)

 

 


Das Drama   Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, gelesen und kreativ umgesetzt von   Klasse 8e

Akt 1, Szene 1

Am Vierwaldstättersee lernt der Zuschauer in idyllischer Szenerie den Schäfer Kuoni, den Fischer Ruodi und Werni, den Jäger kennen. Plötzlich kommt Unruhe in die friedliche Atmosphäre: Baumgarten kommt herbeigerannt, außer Piste und voller Angst. Er hat den Landvogt erschlagen, weil dieser sich an seiner Frau vergangen hat.  Nun wird er verfolgt und rennt um sein Leben.
Er bittet die anderen, ihn mit dem Boot über den See zu bringen, damit er nicht gefangen wird. Doch niemand traut es sich zu, da ein Sturm aufzieht und alle Sorgen um das eigene Leben haben. Da tritt Tell auf und ist so mutig, dass er Baumgarten über den See rudert und ihm so das Leben rettet,  denn „ wo’s nottut, […] lässt sich alles wagen!“

Jaysen Ortmüller


Akt II, Szene 2: Der Rütli Schwur

Die Schweizer beschließen, sich gegen die grausame Herrschaft der Landvögte zu verteidigen.
Heimlich treffen sich Gesandte der drei Kantone Schwyz, Uri und Hinterwalden an einem versteckten Ort: „Das Rütli heißt sie bei dem Volk der Hirten, weil dort der Wald gerodet wurde. Dort ist’s, wo die Landesgrenzen zusammenstoßen. […] Auf abgelegenen Pfaden können wir dahin bei Nachtzeit wandern und uns im Geheimen beraten. Dahin mag jeder zehn vertrauenswürdige Männer mitbringen, die mit uns von Herzen einig sind; so können wir die gemeinsame Sache besprechen und mit Gott beschließen, was zu tun ist.“ (Wilhelm Tell, Akt 1, Szene 4).
Die Gesandten mit ihrem Gefolge sprechen gemeinsam einen Eid: „Bei diesem Licht, das uns zuerst begrüßt von allen Völkern, die tief unter uns schwer atmend wohnen in dem Qualm der Städte, lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören. Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr.“ (Wilhelm Tell, Akt 2, Szene 2). Sie planen, alle Burgen der Landvögte gleichzeitig anzugreifen und den Überraschungseffekt auszunutzen.

Leonard Hankel


Akt 3, Szene 1

Wilhelm Tell ist zu Hause und mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Seine Frau Hedwig ist bei ihm, und seine zwei Söhne Waler und Wilhelm spielen im Hof.

Doch Tell will nach Altdorf, um den Schwiegervater zu besuchen, was seine Frau Hedwig in Angst versetzt. Denn der Landvogt Geßler ist auch zur Zeit in Altdorf und dieser hat eine große Wut auf Tell.
Tell nimmt  die Ängste seiner Frau nicht ernst  und geht mit seinem Sohn nach Altdorf, wo er prompt auf den Vogt trifft und dieser sich an Tell rächt, in dem er ihn zwingt, seinem eigenen Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen.

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C.B.

 


Der Höhepunkt des Dramas: Der Apfelschuss, Akt 3, Szene 3

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Lina Sellmann

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Katharina Isenberg