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Sol Ardet - Studienfahrt des MGIs in die Sonne Italiens 2018

Iserlohn/San Felice Circeo, den 1. April 2018. Bereits zum 27. Mal in Folge fuhr eine Studiengruppe von 41 Schülerinnen und Schülern des Märkischen Gymnasiums unter der Leitung von Martin Langhorst (Don Martino) und begleitenden Kollegen nach Italien und unternahmen von ihrem Hauptquartier, dem ersten behindertengerechten Ferienzentrums Italiens in San Felice Circeo, jeweils Tagesausflüge nach Rom und Umgebung (u.a. Pompeij, Monte Cassino etc.).

Die Reisegruppe schilderte ihre Erlebnisse wie folgt:
Nachdem wir am Mittwoch, den 21.März 2018, pünktlich um 17.00 Uhr am Hemberg in Iserlohn losgefahren waren, erreichten wir am nächsten Morgen Siena im Norden Italiens, wo wir einen Zwischentopp einlegten. Auf dem berühmten Marktplatz Piazza del Campo erlebten wir „die reine“ italienische Lebensfreude.

Am späten Nachmittag kamen wir endlich an unserem Hauptquartier in San Felice Circeo an und wurden herzlichst vom Team des Ferienzentrums begrüßt. Als Entschädigung für die lange Busfahrt gab es ein köstliches Essen nach italienischer Küche und wer bis dahin dachte, Nudeln seien ein Hauptgericht, wurde eines Besseren belehrt: Denn in Italien gibt es zu jeder warmen Mahlzeit Nudeln oder Risotto in verschiedenen Variationen.

Mit neuen Kräften und voller Tatendrang erkundeten wir am nächsten Tag die Altstadt unseres Unterkunftsortes San Felice und genossen die ersten lang ersehnten Sonnenstrahlen am Mittelmeer.

Die nächsten Tage waren von vielfältigen Tagesausflügen geprägt: Zuerst entdeckten wir das antike Rom, indem wir zum Beispiel den Circus Maximus, das Forum Romanum, das Kolosseum und den Petersdom besichtigten. Ebenso lernten wir das frühchristliche Rom durch einen Besuch in den Katakomben kennen, wobei es sich um die Begräbnisstädte der ersten Christen vor über 2000 Jahren handelte. Im Anschluss tauchten wir mit einem Besuch der Spanischen Treppe, des Trevibrunnens, dem Pantheon (dem Tempel für alle Götter), sowie der Piazza Navona in das lebendige Rom ein.

Ebenso lernten wir, durch einen Besuch des Monte Cassino, dem „Mutterkloster aller Klöster“, das im zweiten Weltkrieg, mit Ausnahme der Krypta, fast vollständig zerstört und wieder neu aufgebaut wurde, das spirituelle Rom kennen. Wir erfuhren, dass die in der Krypta betenden Mönche überlebt haben und besichtigten am Nachmittag den deutschen Soldatenfriedhof. „Zum Glück ist der Krieg für uns bisher weit weg, aber durch die vielen Kreuze und, den zum Teil anonym bestatteten Soldaten, wird uns Jüngeren erst bewusst, wie schlimm Krieg ist,“ äußert eine Schülerin. Ein Schüler ergänzt: „Die Soldaten sind zum Teil noch sehr jung gestorben, zum Teil waren sie mit 16 kaum älter, als wir jetzt.“

Das Ziel einer Studienfahrt ist es, Land, (Essens)-Kultur und Leute kennenzulernen. Dies wird umso leichter, wenn bereits vor Ort freundschaftliche Beziehungen bestehen. So erwartete uns auf dem Parkplatz des Soldatenfriedhofs ein langjähriger, italienischer Freund von „Don Martino“ mit einem mobilen Markstand voller frischer Köstlichkeiten (z.B. Käse, Wurst und Früchte) und servierte uns eine selbstgemachte Pizza auf napoleantische Art. Danach ließen wir den Tag mit einem Eis am Stand von Sperlonga ausklingen.

Auf vielfachen Wunsch fuhren wir auf unserer Studienfahrt nach Pompeji, eine Stadt, die am 25. August 79 n.Chr. durch eine nach dem Vesuvausbruch entstandene Aschewolke vollständig verschüttet und bis ins 18. Jahrhundert hinein weitgehend vergessen wurde.

Ein besonderes Erlebnis war für alle Studienteilnehmer die Generalaudienz mit Papst Franziskus. Durch das Zusammentreffen der verschiedenen Nationen auf dem Petersplatz wurde eine unvergessliche Atmosphäre spürbar. Am Nachmittag „eroberten“ wir Rom und seine verschiedenen Geschäfte auf eigene Faust in Kleingruppen.

Nach einem anstrengenden Tag in Rom verbrachten wir den letzten Tag vor Ort auf einem typisch italienischen Markt und am Strand von Terracina. Am Abend fand das „Grande Festa“ statt. Eröffnet wurde dieser durch Zimmerbeiträge, in denen die Schüler eines Zimmers jeweils einen Tag Revue passieren ließen. Die Beiträge wurden durch zuvor auf dem Markt gekaufte Accessoires und kreative Outfits auf mühevolle und amüsante Art gestaltet. Danach gab es ein drei Gänge Menü und ein (Grill)-Buffet, welches von Live-Musik begleitet wurde. Wir tanzten mit italienischer Lebensfreude bis tief in die Nacht.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf in Richtung Heimat. Am Abend machten wir einen Stopp in Parma, einer wunderschönen Stadt in der Toskana, die für den Parmaschinken bekannt ist. Nach einer knapp 22-stündigen Fahrt kamen wir am Ostersamstag wieder gesund und voller Eindrücke in Iserlohn an. Somit endet eine Studienfahrt auf der wir viel lernten und lachten (unter anderem durch Insider wie „Auf vielfachen Wunsch“, „Bitteee?“ oder „Respeeekt!“. Wenn Herr Langhorst bei seinen druckreifen Vorträgen den roten Faden verlor, fragte er Lasse, wo er stehen geblieben war, der ihm stets auf die Sprünge half).

Unser Dank geht an Herrn Langhorst (Don Martino) für die Organisation, Frau Grabowski (Donna Esther), an Frau Döttger (Donna Carina), Herrn Dange (Don Danger) und Frau Wasner (Donna Nicole) für die liebevolle und amüsante Begleitung, an die Kapitäne des Schiwy Busses Carsten und Jerry für die sicheren Fahrten nach und in Italien und an das Team des Centro Ferie Salvatore für die familiäre Aufnahme, welche dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Julia Tutlies, Julia Ksiazczyk, Benedikt Binger und Maya Pipke sowie als Lehrerin C. Döttger