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Bienenstand am MGI

Seit Ende letzten Jahres beherbergt das MGI Bienenstöcke, die von Herrn Abshagen aufgestellt und betreut werden. Wir bedanken uns sehr für sein Engagement und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.
Dankenswerterweise informiert er regelmäßig über die Aktivitäten „unserer“ Bienen.
Martina Haase

Januar 2018

Der Winter ist bisher sehr mild gewesen und die Bienen machen bei Temperaturen von über 8°C immer mal wieder Erkundungsflüge.
Die Hoffnung, dass aufgrund der über längere Zeit anhaltenden Temperaturen, die Bienen ihre Umgebung vergessen,  wird sich also wohl nicht erfüllen.
Deshalb werde ich in den ersten Wochen einen größeren Tannenzweig vor das Flugloch hängen. Das verwirrt die Bienen und sorgt dafür, dass sie sich die neue Umgebung genau anschauen.
Ob es dennoch zu Verlusten kommt von Bienen, die an den alten Standort zurück fliegen, bleibt abzuwarten.

Februar 2018
Derzeitige Aktivitäten auf dem Bienenstand

Mit den immer wärmer werdenden Tagen erwacht der Bienenstand zunehmend.
Augenscheinlich haben die Bienen den Winter bisher gut überstanden und beginnen mit ihrem Reinigungsflug.
Das bedeutet dass die Kotblase, die den ganzen Winter über nicht entleert wurde, mit den ersten Flugunternehmungen der Bienen geleert wird.
Dazu fliegen die Bienen, sobald eine Außentemperatur von 9-11°C erreicht wird aus ihrer Beute und schwirren um den Bienenstand herum.
Nachdem die Blase entleert wurde, werden sie Wasser aufnehmen und es in die Beute bringen, weil Wasser gerade im Frühjahr wichtig ist für die Aufzucht der jungen Brut.
Ein paar Kundschafterbienen fliegen aus um die ersten Frühlingsblumen zu suchen.
Der Standort dieser Blumen wird mit einem sehr interessanten Schwänzeltanz den anderen Bienen im Stock mitgeteilt.
Die Königin ist damit beschäftigt Eier zu legen um damit den Grundstock für die nächste Bienengeneration zu bilden.
Alle Bienen, die den Winter überlebt haben, werden in den nächsten Wochen sterben.
Die Bienen, die im Frühling schlüpfen, erwartet ein deutlich kürzeres Leben von nur circa 42 Tagen.

März 2018
Der Frühling ist da, die Bienen haben den Winter gut überstanden und die Bienenkönigin produziert schon wieder Eier für kommende Generation Arbeiterbienen.
In den nächsten Tagen oder Wochen werde ich einen Ableger ziehen, der dann als zweiter Kasten auf dem Stand stehen wird.
Am letzten Sonntag ist die Bienenbeute um eine weitere Zarge vergrößert worden.
Dies ist der „Honigraum“, der ausschließlich für die Lagerung von Honig dienen soll. Durch ein innenliegendes Absperrgitter kommen dort nur Arbeiterbienen hinein, jedoch keine Königin, so dass beim Honigschleudern in ein paar Monaten keine ungeschlüpften Jungtiere mit aus den Waben geschleudert werden.

Mai 2018
Die neue, weiße Bienenbeute beinhaltet den neuen Ableger, der sich in diesen Tagen selbstständig zu einem neuen Bienenvolk entwickelt. Hier ist inzwischen die neue Königin geschlüpft und befindet sich in diesen Tagen auf einem Begattungsflug um sich mit mehreren Drohnen zu paaren.
Im Anschluss wird sie (wenn alles gut geht) wieder zurückkehren und mit der Eiablage beginnen.
Das bestehende Volk entwickelt sich prächtig und vergnügt sich gerade an den Blüten der Kastanienbäume im Umkreis der Schule.
Die hierbei produzierten Honigmengen belaufen sich zum derzeitigen Zeitpunkt auf ca. 14kg am Standort des MGI und ca. 25kg am Standort der Gesamtschule. Der Honig bleibt aber noch längere Zeit in den Beuten, bis der Wasseranteil auf unter 18% gesunken ist und die Bienen die Wabenzellen verdeckelt haben.
In ein paar Wochen ist es soweit und die Honigwaben können geschleudert werden.


Juni 2018
Die beiden Bienenvölker am MGI entwickeln sich prächtig.

In den letzten Wochen ist reichlich Honig eingetragen worden, der von den Bienen aufgearbeitet wird. Dem Honig wird das Wasser entzogen, was ihn für lange Zeit haltbar macht.
Sinkt der Wassergehalt des Honigs unter 20%, beginnen die Bienen die Honigwaben zu verdeckeln.
Dies ist jetzt gerade der Fall und ich hoffe, in wenigen Wochen etwa 16 kg Honig aus der großen Bienenbeute schleudern zu können.

Im Anschluss muss der Honig einige Tage lagern, bis sich Zuckerkristalle im Honig bilden. Durch mehrmaliges Rühren des Honigs, werden diese Kristalle zerschlagen, so dass eine cremige Konsistenz erreicht wird. Erst dann ist es sinnvoll, den Honig in Gläser abzufüllen und ihn als Lebensmittel zu nutzen.

Ob es in diesem Jahr eine weitere Honigernte, -vielleicht sogar mit Honig des neuen Ablegers- geben wird, bleibt abzuwarten. Da ab Juli auch die Blüten des hochgiftigen Jakobskreuzkrauts blühen und diese Stoffe, -wenn auch in unbedenklicher Menge- im Honig landen, ist die Spätsommer-Honigernte für mich nicht mehr so attraktiv. Diesen Honig werde ich als Wintervorrat bei den Bienen belassen und entsprechend weniger nachfüttern.
Das Nachfüttern steht dann ab August an, weil den Bienen ja von mir ein großer Teil des  Wintervorrates geraubt wurde.