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Studienfahrt Italien 2017 des MGI „Auf den Spuren Martin Luthers in Rom“

Auf Luthers Spuren in Rom - ein Video von Mathias Windisch. Download, 137 MB:

Iserlohn, den 05.04.2017. Zum mittlerweile 26. Mal in der Geschichte des Märkischen Gymnasiums Iserlohn fand in diesem Jahr die zehntägige Studienfahrt nach Italien statt mit den Zielen San Felice, Rom und Umgebung.  

In diesem Jahr gab es jedoch eine Besonderheit für die 41 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, die Lehrer und Begleiter: Da wir in diesem Jahr 500 Jahre Reformation feiern, folgten wir den Spuren Martin Luthers in Italien und besichtigten unter anderem Orte, die schon Luther auf seiner Pilgerfahrt nach Rom im Jahre 1510 besucht hatte.
Natürlich standen auch die „Klassiker“ eines jeden Italienaufenthaltes auf dem Programm -  die Sehenswürdigkeiten in Rom, der Besuch des Vatikans und Montecassinos hinterließen viele unvergessliche Eindrücke.

Nach einer langen 24 -stündigen Busfahrt bis zu unserer Unterkunft in San Felice Circeo wurden wir direkt nach unserer Anreise von der liebenswürdigen Gastfreundschaft Italiens empfangen und fielen nach einem ausgiebigen und hervorragenden Abendessen in unsere Betten.

Ausgeruht und voller Erwartung starteten wir den ersten Tag der Studienfahrt in der Altstadt von San Felice, um dort Land, Kultur und Leute kennenzulernen. Die beeindruckende Architektur der Häuser dort, die durch umfangreiche Renovierungen erhalten wurden, und die direkte Lage zum Mittelmeer verschafften uns einen perfekten ersten Eindruck von Italien. Da aber auch die Freizeit nicht zu kurz kommen durfte, hatten wir den Nachmittag frei und nutzten diesen zu einem Strandbesuch oder einer Partie Basketball.

Die Highlights dieser Studienfahrt waren jedoch die Tagesausflüge nach Rom und in den Vatikan. Aufgeteilt wurden diese in die Themenblöcke „das antike Rom und der Vatikan“, „das moderne Rom“ und der abschließenden „Papstaudienz“.
Während unseres Ausflugs in das „antike Rom“ bestaunten wir das Kolosseum, das Forum Romanum, den Circus Maximus und die Lateranbasilika und die Scala Santa. Auch Martin Luther besuchte die Lateranbasilika sowie die Scala Santa während seiner Pilgerfahrt. Die heilige Treppe (Scala Santa) soll Jesus auf dem Weg zu seinem Richter emporgestiegen sein. Mit dem Brauch, die Stufen auf den Knien betend zu besteigen, brach Martin Luther aus Protest gegen die Reliquienverehrung.
Das Zentrum der katholischen Christenheit und Ziel der Pilger weltweit ist natürlich aber der Petersdom. Nachdem wir die 551 Stufen der von Michelangelo gebauten Kuppel bestiegen hatten, erwartete uns dort ein unbeschreiblicher Ausblick über den Vatikan und Rom.
Doch der Besuch des Petersplatzes sollte nicht der letzte für diese Fahrt sein, denn die Papstaudienz am Mittwoch, den 12.04.2017 stand noch bevor. Als es soweit war und wir den Petersplatz erreichten, bot sich uns ein unfassbares Bild: Massen an Menschen aus unterschiedlichsten Nationen hatten sich dort versammelt. Nachdem der Papst zwei Runden im Papamobil über den Petersplatz gefahren war, wurden alle angekündigten Pilgergruppen (darunter auch wir) namentlich aufgerufen. Als sich das Schauspiel wieder beruhigt hatte, hörten wir die Rede des Papstes in unterschiedlichen Sprachen und sangen am Ende der Audienz das Vaterunser in lateinischer Sprache.
 
Einer der interessantesten Besichtigungen war der Aufenthalt in Montecassino, der uns Schülern - im Gegensatz zum lebendigen Rom - eine ganz andere, besondere Atmosphäre spüren ließ. Wir besichtigten das Kloster von Montecassino, das Mutterkloster der Benediktiner und älteste Kloster in Europa, welches 529 n. Chr. durch Benedikt von Nursia gegründet wurde. Im Zweiten Weltkrieg, am 15.02.1944, wurde dieses Kloster, mit Ausnahme der Krypta, bei der Schlacht um Montecassino von den Alliierten durch ein Missverständnis zerstört und nach 1945 nach den ursprünglichen Bauplänen wiederaufgebaut. In Verbindung damit besichtigten wir den Deutschen Soldatenfriedhof, auf dem 20.100 deutsche Soldaten ruhen.
Diese Studienreise umfasste natürlich noch viele weitere Attraktionen, beispielsweise die Katakomben an der Via Appia, den Besuch eines „typisch italienischen“ Marktes in Terracina oder einen Tagesausflug nach Pompeji.
Abschließend muss man natürlich noch den Besuch von Siena auf der Rückfahrt erwähnen. Dieser Aufenthalt rundete unsere Reise nach Italien ab und wir fuhren mit vielen, sehr beeindruckenden Bildern im Kopf wieder nach Deutschland zurück.

Diese Studienfahrt war sehr lehrreich und interessant, bereitete uns daneben aber auch viel Freude. Wir sind durch die verschiedensten Ereignisse zu einer tollen und verantwortungsbewussten Gruppe zusammengewachsen, die vieles lernen und für ihr weiters Leben mitnehmen konnte, wie zum Beispiel die einzigartige Kultur und Architektur dieses Landes.
Unser Dank geht daher an die Lehrerinnen und Lehrer Herrn Langhorst, Herrn Windisch, Frau Stahn-Köster, Frau Wasner und Frau Parise, welche uns vor der Studienfahrt die Möglichkeit gegeben hatte, erste Italienischkenntnisse zu sammeln sowie den Busfahrern und natürlich allen Angestellten des Ferienzentrums Salvatore, ohne die all das gar nicht zu Stande gekommen wäre.

Emil Abraham Zadeh, 9a