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Aktives Wahlrecht ab Geburt?

Am 14. Mai 2017 finden die Landtagswahlen in NRW statt. Aus diesem Anlass haben sich Schüler/innen der Sozialwissenschaftskurse des Märkischen Gymnasiums Iserlohn mit der Frage beschäftigt, ob es in Zukunft zielführend wäre, ein Wahlrecht ab der Geburt einzurichten.

Wir besuchten somit am Mittwoch, 3. Mai, den Landtag in Düsseldorf.
Unsere Stufe fuhr früh morgens gemeinsam in die Landeshauptstadt. Am frühen Nachmittag begann, nach einem stärkendem Frühstück, die Führung im Plenarsaal.
Zunächst nahmen alle Schüler/innen der Sozialwissenschaftskurse ihre Plätze in dem Saal ein und warteten geduldig auf die Präsentation zum Landtag. Schließlich wurden uns viele politische und geschichtliche Informationen vorgestellt. Unter anderem wurden uns zum Beispiel die Voraussetzungen zum Kandidieren oder die einzelnen Parteien mit ihren bisherigen Erfolgen und Fraktionsvorsitzenden mitgeteilt.

Wir als 16 Jährige sind noch nicht wählbar, aber warum nicht?
Die Voraussetzungen sind eindeutig. Der Wahlkandidat muss mindestens 18 Jahre sowie deutscher Staatsbürger sein und mindestens drei Monate in NRW gewohnt haben. Somit erschließt sich, dass wir mit 16 Jahren nicht wählen dürfen, da wir noch keine Volljährigkeit aufweisen.
Nach dieser Vorstellung folgte die praktische Mitarbeit der Schüler/innen. In dieser Phase der Exkursion wurde eine Plenarsitzung durch uns nachgestellt. Die Sitzung handelte von einer ausgedachten Wahlsituation zu dem Gesetzentwurf, ob das Wahlrecht auf ein Mindestalter von null Jahren der Wahlberechtigten verändert werden soll. Einzelne Jugendliche nahmen die Rollen der wichtigsten Politiker des Landtages ein. Somit war die Grundlage geschaffen und wir spielten dieses Rollenspiel vor allen durch. Hier waren auch selbstgeschriebene, vorbereitete Reden einzelner Schüler ein wichtiger Bestandteil. Hier konnten wir selbst erfahren, wie es ist, vor Publikum Reden zu halten.
So war der ausgedachte Gesetzentwurf eine Chance für Schüler/innen in die Rolle eines Politikers zu ,,schlüpfen''. Durch die kooperative Mitarbeit konnten wir einen hautnahen Einblick in  die Arbeitsweise des Düsseldorfer Landtags bekommen und damit verstehen, welche Bedeutung das Wahlgeschehen am 14. Mai 2017 hat.

Carolin Junker und Emely Markmann